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<description>
	<author>Vergil</author>
	<title>Aeneis XII</title>
	<snippet>Verse 697-952</snippet>
	<translator>Rainer Lohmann</translator>
	<textkind>poetry</textkind>
	<firstnumber>697</firstnumber>
	
	<navigation>
		<previous url="intro.html">Aeneis XII Einführung</previous>
		<previous url="einheit_3.xml">Verse 468 bis 696</previous>
	</navigation>

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<text>

	<section from="697" to="727">
		<german>
			Aber nachdem Vater Aeneas Turnus' Namen gehört hatte, verließ er die Mauern und die hohen Bollwerke der Stadtmauer, er räumte alle Hindernisse aus dem Wege, unterbrach vor Freude springend alle Arbeiten und donnerte schrecklich mit seinen Waffen: mächtig wie der Berg Athos oder mächtig wie der Berg Eryx oder wie wenn Vater Appenninus selbst mit seinen zitternden Steineichen tost und sich über seinen schneebedeckten Gipfel freut, hoch in die Luft sich erhebend. Nun aber drehten sich wetteifernd Rutuler, Troer und alle Italer um, sowohl diejenigen, welche die hohe Stadtmauer innehatten als auch diejenigen, die mit dem Rammbock ganz unten gegen die Mauern schlugen, und legten die Waffen von ihren Schultern ab. Latinus selbst staunte, wie gewaltige, in entlegenen Teilen der Welt geborene Männer im Zweikampf zusammengekommen waren und mit dem Schwert um die Entscheidung kämpften. Und als die Kampfbahn mit freier Fläche zur Verfügung stand, begannen jene in schnellem Ansturm, nachdem sie von fern Lanzen geworfen hatten, mit Schilden aus schallendem Erz den Kampf. Die Erde seufzte auf; dann verdoppelten sie mit ihren Schwertern die zahlreichen Hiebe, Zufall und Tapferkeit waren nicht zu unterscheiden. Und wie wenn auf dem mächtigen Berg Sila oder auf dem Gipfel des Taburnus zwei Stiere Stirn gegen Stirn in den feindlichen Kampf hineinlaufen, die Hirten ängstlich geflohen sind, das ganze Vieh stumm vor Furcht dasteht und die jungen Kühe stumm warten, wer über den Wald herrschen und wem die ganze Herde folgen soll; jene bringen sich untereinander unter starker Gewalteinwirkung Wunden bei, ihre Hörner bohren sie beharrlich hinein und waschen mit reichlichem Blut ihre Hälse und Vorderbuge, von ihrem Stöhnen hallt der ganze Wald wider: nicht anders rannten der Troer Aeneas und der rutulische Held gegeneinander mit ihren Rundschilden, gewaltiges Tosen erfüllte die Luft. Jupiter selbst hielt die zwei im Gleichgewicht befindlichen Waagschalen empor und legte die Schicksalslose hinein, in jede Waagschale eines, um herauszufinden, wem der Kampf das Urteil spreche und wohin sich der Tod durch das Gewicht neige.
		</german>
		<latin>
			At pater Aeneas audito nomine Turni<br/>
deserit et muros et summas deserit arces<br/>
praecipitatque moras omnis, opera omnia rumpit<br/>
laetitia exsultans horrendumque intonat armis:<br/>
quantus Athos aut quantus Eryx aut ipse coruscis<br/>
cum fremit ilicibus quantus gaudetque niuali<br/>
uertice se attollens pater Appenninus ad auras.<br/>
iam uero et Rutuli certatim et Troes et omnes<br/>
conuertere oculos Itali, quique alta tenebant<br/>
moenia quique imos pulsabant ariete muros,<br/>
armaque deposuere umeris. stupet ipse Latinus<br/>
ingentis, genitos diuersis partibus orbis,<br/>
inter se coiisse uiros et cernere ferro.<br/>
atque illi, ut uacuo patuerunt aequore campi,<br/>
procursu rapido coniectis eminus hastis<br/>
inuadunt Martem clipeis atque aere sonoro.<br/>
dat gemitum tellus; tum crebros ensibus ictus<br/>
congeminant, fors et uirtus miscetur in unum.<br/>
ac uelut ingenti Sila summoue Taburno<br/>
cum duo conuersis inimica in proelia tauri<br/>
frontibus incurrunt, pauidi cessere magistri,<br/>
stat pecus omne metu mutum, mussantque iuuencae<br/>
quis nemori imperitet, quem tota armenta sequantur;<br/>
illi inter sese multa ui uulnera miscent<br/>
cornuaque obnixi infigunt et sanguine largo<br/>
colla armosque lauant, gemitu nemus omne remugit:<br/>
non aliter Tros Aeneas et Daunius heros<br/>
concurrunt clipeis, ingens fragor aethera complet.<br/>
Iuppiter ipse duas aequato examine lances<br/>
sustinet et fata imponit diuersa duorum,<br/>
quem damnet labor et quo uergat pondere letum.
		</latin>
	</section>
	<section from="728" to="745">
		<german>
			An dieser Stelle richtete sich Turnus auf in der Meinung, er könne dieses ohne Gefahr tun, er reckte sich mit seinem ganzen Körper in Richtung des hoch erhobenen Schwertes und stieß zu; die Trojaner und die aufgeregten Latiner schrien auf, und die Augen beider Parteien waren weit geöffnet. Aber das unzuverlässige Schwert zerbrach, und mitten im Streich ließ es ihn wütend im Stich, falls ihm nicht die Flucht zu Hilfe gekommen wäre. Er floh schneller als der Sturmwind, sobald er den ungewohnten Schwertgriff und seine waffenlose Rechte erblickt hatte. Es geht das Gerücht, dass er, als er zum Beginn des Kampfes die angeschirrten Pferde bestieg, das vom Vater ererbte Schwert zurückgelassen und kopflos in der Eile das Eisen seines Wagenlenkers Metiscus an sich gerissen habe; und dieses reichte lange aus, solange die Teukrer nach allen möglichen Richtungen flüchteten: Nachdem er an die Waffen des Gottes Vulkan geraten war, zersprang durch den Schlag das sterbliche Schwert wie zerbrechliches Eis; im gelben Sand strahlten die Bruchstücke zurück. Also eilte Turnus außer sich auf der Flucht zu verschiedenen Stellen in der Ebene, und bald hier, bald dort lief er unsicher im Kreis herum; denn überall schlossen ihn die Teukrer durch einen dichten Kreis von Zuschauern ein, und hier umgab ihn ein großer Sumpf, dort eine hohe Stadtmauer.
		</german>
		<latin>
			Emicat hic impune putans et corpore toto<br/>
alte sublatum consurgit Turnus in ensem<br/>
et ferit; exclamant Troes trepidique Latini,<br/>
arrectaeque amborum acies. at perfidus ensis<br/>
frangitur in medioque ardentem deserit ictu,<br/>
ni fuga subsidio subeat. fugit ocior Euro<br/>
ut capulum ignotum dextramque aspexit inermem.<br/>
fama est praecipitem, cum prima in proelia iunctos<br/>
conscendebat equos, patrio mucrone relicto,<br/>
dum trepidat, ferrum aurigae rapuisse Metisci;<br/>
idque diu, dum terga dabant palantia Teucri,<br/>
suffecit; postquam arma dei ad Volcania uentum est,<br/>
mortalis mucro glacies ceu futtilis ictu<br/>
dissiluit, fulua resplendent fragmina harena.<br/>
ergo amens diuersa fuga petit aequora Turnus<br/>
et nunc huc, inde huc incertos implicat orbis;<br/>
undique enim densa Teucri inclusere corona<br/>
atque hinc uasta palus, hinc ardua moenia cingunt.
		</latin>
	</section>
	<section from="746" to="765">
		<german>
			Und ebenso verfolgte ihn Aeneas, obwohl seine vom Pfeil geschwächten Knie ihn bisweilen behinderten und ihm das Laufen versagten, und hitzig war er der fliehenden Beute dicht auf den Fersen: wie wenn einmal ein Jagdhund einen Hirschen gefunden hat, der durch einen Fluss eingeschlossen oder durch die Angst vor der roten Feder eingezäunt ist, und ihm durch einen schnellen Lauf und durch Bellen nachsetzt; jener aber, durch die List und das hohe Ufer erschreckt, flieht hin und zurück auf tausend Wegen, aber der lebhafte umbrische Jagdhund bleibt ihm mit aufgesperrtem Maul auf den Fersen, im nächsten Augenblick beißt er zu und einem Zubeißenden ähnlich knirscht er mit seinen Kiefern und ist getäuscht durch den vergeblichen Biss: Dann aber erhebt sich Lärm, Ufer und Seen ringsum hallen wider und der ganze Himmel ertönt durch das Getöse. Jener ergriff ebenso sehr die Flucht wie er alle Rutuler anfuhr, indem er jeden bei seinem Namen rief, und er forderte stürmisch sein vertrautes Schwert. Aeneas dagegen drohte Tod und augenblickliche Vernichtung an, falls sich jemand nähere, die Zitternden erschreckte er, drohend, er werde die Stadt zerstören, und trotz seiner Verwundung setzte er nach. Fünf Kreise durchliefen sie und ebenso viele liefen sie hierhin und dorthin zurück; denn es geht um keinen billigen oder beim Wettspiel ausgesetzten Preis, sondern sie kämpfen um Turnus' Leben und Blut.
		</german>
		<latin>
			Nec minus Aeneas, quamquam tardata sagitta<br/>
interdum genua impediunt cursumque recusant,<br/>
insequitur trepidique pedem pede feruidus urget:<br/>
inclusum ueluti si quando flumine nactus<br/>
ceruum aut puniceae saeptum formidine pennae<br/>
uenator cursu canis et latratibus instat;<br/>
ille autem insidiis et ripa territus alta<br/>
mille fugit refugitque uias, at uiuidus Vmber<br/>
haeret hians, iam iamque tenet similisque tenenti<br/>
increpuit malis morsuque elusus inani est;<br/>
tum uero exoritur clamor ripaeque lacusque<br/>
responsant circa et caelum tonat omne tumultu.<br/>
ille simul fugiens Rutulos simul increpat omnis<br/>
nomine quemque uocans notumque efflagitat ensem.<br/>
Aeneas mortem contra praesensque minatur<br/>
exitium, si quisquam adeat, terretque trementis<br/>
excisurum urbem minitans et saucius instat.<br/>
quinque orbis explent cursu totidemque retexunt<br/>
huc illuc; neque enim leuia aut ludicra petuntur<br/>
praemia, sed Turni de uita et sanguine certant.
		</latin>
	</section>
	<section from="766" to="790">
		<german>
			Zufällig hatte hier ein dem Faunus heiliger wilder Ölbaum mit bitteren Blättern gestanden, einst ein den Seeleuten verehrungswürdiger Baum, an dem die aus dem Meer geretteten Laurentiner für ihren Gott Geschenke anzubringen und die versprochenen Kleider aufzuhängen pflegten; aber die Teukrer hatten den heiligen Baum rücksichtslos gefällt, damit sie auf dem freien Feld zum Kampf anstürmen konnten: Hier steckte Aeneas' Lanze fest, hier hatte sie ihr Schwung fest einschlagen lassen und hielt sie in der zähen Wurzel zurück. Der Dardanide packte zu, wollte das Eisen eigenhändig herausreißen und mit der Lanze denjenigen verfolgen, den er im Lauf nicht einholen konnte. Dann aber sagte Turnus außer sich vor Furcht: "Faunus, ich bitte dich, habe Erbarmen, und du, beste Erde, halte das Eisen fest, falls ich immer euch zu Ehren die Feste begangen habe, welche die Aeneaden hingegen durch Krieg entweiht haben." So sprach er und rief die Hilfe der Gottheit nicht für vergebliche Wünsche an. Denn obwohl Aeneas sich lange abmühte und bei der zähen Wurzel verweilte, vermochte er es mit seinen Kräften nicht, die Baumspalte zu öffnen. Während er sich eifrig anstrengte und nicht abließ, verwandelte sich Juturna wiederum in die Gestalt des Wagenlenkers Metiscus, lief vor und gab ihrem Bruder das Schwert zurück. Da Venus sich ärgerte, dass dieses einer verwegenen Nymphe möglich war, trat sie heran und riss die Lanze aus der tiefen Wurzel. Jene, hochgemut und neu gerüstet mit Waffen und Selbstvertrauen, der eine sich auf sein Schwert verlassend und der andere stürmisch und hoch aufragend mit seiner Lanze, gingen der Entscheidung des Krieges entgegen, keuchend.
		</german>
		<latin>
			Forte sacer Fauno foliis oleaster amaris<br/>
hic steterat, nautis olim uenerabile lignum,<br/>
seruati ex undis ubi figere dona solebant<br/>
Laurenti diuo et uotas suspendere uestis;<br/>
sed stirpem Teucri nullo discrimine sacrum<br/>
sustulerant, puro ut possent concurrere campo.<br/>
hic hasta Aeneae stabat, huc impetus illam<br/>
detulerat fixam et lenta radice tenebat.<br/>
incubuit uoluitque manu conuellere ferrum<br/>
Dardanides, teloque sequi quem prendere cursu<br/>
non poterat. tum uero amens formidine Turnus<br/>
'Faune, precor, miserere' inquit 'tuque optima ferrum<br/>
Terra tene, colui uestros si semper honores,<br/>
quos contra Aeneadae bello fecere profanos.'<br/>
dixit, opemque dei non cassa in uota uocauit.<br/>
namque diu luctans lentoque in stirpe moratus<br/>
uiribus haud ullis ualuit discludere morsus<br/>
roboris Aeneas. dum nititur acer et instat,<br/>
rursus in aurigae faciem mutata Metisci<br/>
procurrit fratrique ensem dea Daunia reddit.<br/>
quod Venus audaci nymphae indignata licere<br/>
accessit telumque alta ab radice reuellit.<br/>
olli sublimes armis animisque refecti,<br/>
hic gladio fidens, hic acer et arduus hasta,<br/>
adsistunt contra certamina Martis anheli.
		</latin>
	</section>
	<section from="791" to="842">
		<german>
			Inzwischen sprach der König des allmächtigen Olymps Juno an, während sie die Kämpfe von einer dunklen Wolke herab betrachtete: "Was wird jetzt das Ende sein, Gattin? Was bleibt schließlich übrig? Du selbst weißt es und gibst zu wissen zu, dass Aeneas als Landesgott dem Himmel geschuldet und durch das Schicksal zu den Gestirnen emporgehoben wird. Was bezweckst du? Oder in welcher Hoffnung bleibst du auf den kühlen Wolken stehen? Gehörte es sich, dass ein Gott durch eine von einem Sterblichen beigebrachte Wunde verletzt wurde? Oder dass das Schwert (Was nämlich hätte Juturna ohne dich vermocht?), nachdem es entrissen, Turnus zurückgegeben wurde und die Stärke der Besiegten zunahm? Höre jetzt endlich auf und lass dich von unseren Bitten umstimmen, nicht soll dich solch großer Schmerz im Stillen verzehren und die düsteren Sorgen nicht oft aus deinem süßen Mund zu mir zurückkehren. Das Ziel ist erreicht. Über Land und Meer konntest du die Trojaner jagen, einen unsäglichen Krieg entfachen, eine Familie zerstören und die Hochzeit mit Trauer vermischen: Weiteres zu versuchen verbiete ich dir." So begann Jupiter; so antwortete Juno, die Tochter Saturns, mit gesenktem Blick:
"Weil mir dieser dein Wille ja bekannt ist, großer Jupiter, habe ich Turnus und die Erde unwillig verlassen; nicht würdest du mich jetzt allein auf meinem Sitz in der Höhe Verdientes wie Unverdientes erleiden sehen, sondern von Flammen umgeben stände ich mitten in der Schlacht und zöge die Teukrer in die feindlichen Kämpfe hinein. Juturna habe ich dazu bestimmt, ich gebe es zu, ihrem unglücklichen Bruder zu Hilfe zu eilen, und ich habe es gebilligt, dass sie für das Leben ihres Bruders Größeres wagte, dennoch nicht so, dass sie mit Pfeilen zielte, nicht so, dass sie den Bogen anspannte; ich schwöre bei dem unversöhnlichen Haupt der Styx, der einzige Schwur, der den Göttern der Oberwelt gegeben ist. Und nun ziehe ich mich für meine Person zurück und verlasse voll grimmigen Hasses die Kämpfe. Um jenes, was sich an kein Gesetz des Schicksals gebunden fühlt, bitte ich dich inständig zugunsten Latiums, zugunsten der Hoheit der Deinen: Wenn sie jetzt den Frieden durch glückliche Vermählungen besiegeln (so soll es sein), wenn sie jetzt gesetzliche Verträge schließen, dann sollst du nicht den eingeborenen Latinern befehlen, ihren alten Namen zu ändern, Trojaner zu werden und sich Teukrer nennen zu lassen, oder den Männern, die Sprache zu wechseln und das Gewand zu tauschen. Es soll ein Latium geben, es soll Könige aus Alba durch die Zeitalter hindurch geben, es soll ein römisches Geschlecht geben, das mächtig ist in seiner italischen Jugend: Untergegangen ist Troja, und lasse es mit seinem Namen untergegangen sein." Jener lächelte der Urheber der Menschen und Dinge zu und sagte:
"Du bist die Schwester Jupiters und das andere Kind Saturns, und trotzdem wälzt du so starke Fluten des Zorns tief in der Brust. Aber wohlan, zwinge die Wut nieder, die du vergeblich begonnen hast: Ich gebe, was du willst, und ich gebe überwältigt und freiwillig nach. Ihre Muttersprache und ihre Sitten werden die Ausonier behalten, und ihr Name wird sein, wie er ist; nur blutmäßig vermischt siedeln sich die Teukrer an. Die Lebensart und die Opferriten werde ich hinzufügen, und alle werde ich durch eine Sprache zu Latinern machen. Dass die Nachkommenschaft, die vermischt mit ausonischem Blut hieraus entstehen wird, Menschen und Götter an Pflichtgefühl übertrifft, wirst du sehen, und kein Volk wird dir zu Ehren in gleicher Weise Feste begehen." Juno stimmte diesen Worten zu und änderte freudig ihre Gesinnung. Inzwischen entfernte sie sich vom Himmel und ließ die Wolke zurück.
		</german>
		<latin>
			Iunonem interea rex omnipotentis Olympi<br/>
adloquitur fulua pugnas de nube tuentem:<br/>
'quae iam finis erit, coniunx? quid denique restat?<br/>
indigetem Aenean scis ipsa et scire fateris<br/>
deberi caelo fatisque ad sidera tolli.<br/>
quid struis? aut qua spe gelidis in nubibus haeres?<br/>
mortalin decuit uiolari uulnere diuum?<br/>
aut ensem (quid enim sine te Iuturna ualeret?)<br/>
ereptum reddi Turno et uim crescere uictis?<br/>
desine iam tandem precibusque inflectere nostris,<br/>
ne te tantus edit tacitam dolor et mihi curae<br/>
saepe tuo dulci tristes ex ore recursent.<br/>
uentum ad supremum est. terris agitare uel undis<br/>
Troianos potuisti, infandum accendere bellum,<br/>
deformare domum et luctu miscere hymenaeos:<br/>
ulterius temptare ueto.' sic Iuppiter orsus;<br/>
sic dea summisso contra Saturnia uultu:<br/>
'ista quidem quia nota mihi tua, magne, uoluntas,<br/>
Iuppiter, et Turnum et terras inuita reliqui;<br/>
nec tu me aeria solam nunc sede uideres<br/>
digna indigna pati, sed flammis cincta sub ipsa<br/>
starem acie traheremque inimica in proelia Teucros.<br/>
Iuturnam misero (fateor) succurrere fratri<br/>
suasi et pro uita maiora audere probaui,<br/>
non ut tela tamen, non ut contenderet arcum;<br/>
adiuro Stygii caput implacabile fontis,<br/>
una superstitio superis quae reddita diuis.<br/>
et nunc cedo equidem pugnasque exosa relinquo.<br/>
illud te, nulla fati quod lege tenetur,<br/>
pro Latio obtestor, pro maiestate tuorum:<br/>
cum iam conubiis pacem felicibus (esto)<br/>
component, cum iam leges et foedera iungent,<br/>
ne uetus indigenas nomen mutare Latinos<br/>
neu Troas fieri iubeas Teucrosque uocari<br/>
aut uocem mutare uiros aut uertere uestem.<br/>
sit Latium, sint Albani per saecula reges,<br/>
sit Romana potens Itala uirtute propago:<br/>
occidit, occideritque sinas cum nomine Troia.'<br/>
olli subridens hominum rerumque repertor:<br/>
'es germana Iouis Saturnique altera proles,<br/>
irarum tantos uoluis sub pectore fluctus.<br/>
uerum age et inceptum frustra summitte furorem:<br/>
do quod uis, et me uictusque uolensque remitto.<br/>
sermonem Ausonii patrium moresque tenebunt,<br/>
utque est nomen erit; commixti corpore tantum<br/>
subsident Teucri. morem ritusque sacrorum<br/>
adiciam faciamque omnis uno ore Latinos.<br/>
hinc genus Ausonio mixtum quod sanguine surget,<br/>
supra homines, supra ire deos pietate uidebis,<br/>
nec gens ulla tuos aeque celebrabit honores.'<br/>
adnuit his Iuno et mentem laetata retorsit;<br/>
interea excedit caelo nubemque relinquit.
		</latin>
	</section>
	<section from="843" to="868">
		<german>
			Danach bedachte der Vater selbst anderes bei sich und schickte sich an, Juturna vom Kampf ihres Bruders zu entfernen. Zwei Unholde namens Erinnyen soll es geben, welche gemeinsam mit der unterirdischen Megaera die tiefe Nacht in ein und derselben Geburt zur Welt brachte, die sie mit kreisförmig gewundenen Schlangen gleichermaßen umgab und denen sie windschnelle Flügel verlieh. Diese erscheinen beim Thron Jupiters und auf der Schwelle des wütenden Königs, und sie steigern die Furcht für die geplagten Menschen, falls der König der Götter irgendwann den schaurigen Tod und Krankheiten schickt oder schuldbeladene Städte durch Krieg in Schrecken versetzt. Eine von ihnen schickte Jupiter schnell aus der Höhe des Himmels herab und befahl ihr Juturna als schreckendes Vorzeichen zu begegnen: Jene flog und eilte in einem schnellen Wirbelwind auf die Erde. Nicht anders als ein von einer Bogensehne durch eine Wolke hindurch abgeschossener Pfeil, den mit einem schrecklichen und bitteren Gift bestrichen, ein tödliches Geschoss, der Parther, der Parther oder der Cydone, geworfen hat, zischend und unerkannt die Dunkelheit schnell durchfliegt: so eilte die Tochter der Nacht dahin und suchte die Erde auf. Nachdem sie die trojanischen Schlachtreihen und die Truppen des Turnus erblickt hatte, zog sie sich plötzlich in die Gestalt eines kleinen Vogels zusammen, der bisweilen auf Gräbern oder einsamen Friedhöfen nachts sitzt und unheilvoll in die Dunkelheit ein spätes Lied erklingen lässt – in diese Gestalt verwandelt flatterte das Scheusal vor Turnus' Gesicht rufend hin und her und schlug mit den Flügeln gegen seinen Rundschild. Eine neue Erstarrung lähmte seine Glieder mit Furcht, seine Haare waren vor Schrecken aufgerichtet und seine Stimme blieb ihm in der Kehle stecken. 
		</german>
		<latin>
			is actis aliud genitor secum ipse uolutat<br/>
Iuturnamque parat fratris dimittere ab armis.<br/>
dicuntur geminae pestes cognomine Dirae,<br/>
quas et Tartaream Nox intempesta Megaeram<br/>
uno eodemque tulit partu, paribusque reuinxit<br/>
serpentum spiris uentosasque addidit alas.<br/>
hae Iouis ad solium saeuique in limine regis<br/>
apparent acuuntque metum mortalibus aegris,<br/>
si quando letum horrificum morbosque deum rex<br/>
molitur, meritas aut bello territat urbes.<br/>
harum unam celerem demisit ab aethere summo<br/>
Iuppiter inque omen Iuturnae occurrere iussit:<br/>
illa uolat celerique ad terram turbine fertur.<br/>
non secus ac neruo per nubem impulsa sagitta,<br/>
armatam saeui Parthus quam felle ueneni,<br/>
Parthus siue Cydon, telum immedicabile, torsit,<br/>
stridens et celeris incognita transilit umbras:<br/>
talis se sata Nocte tulit terrasque petiuit.<br/>
postquam acies uidet Iliacas atque agmina Turni,<br/>
alitis in paruae subitam collecta figuram,<br/>
quae quondam in bustis aut culminibus desertis<br/>
nocte sedens serum canit importuna per umbras&#151;<br/>
hanc uersa in faciem Turni se pestis ob ora<br/>
fertque refertque sonans clipeumque euerberat alis.<br/>
illi membra nouus soluit formidine torpor,<br/>
arrectaeque horrore comae et uox faucibus haesit.
		</latin>
	</section>
	<section from="869" to="886">
		<german>
			Aber sobald sie aus der Ferne den Ruf und die Flügel der Furie erkannt hatte, raufte seine unglückliche Schwester Juturna ihre gelösten Haare, mit ihren Fingernägeln das Gesicht verunstaltend und mit ihren Fäusten die Brust: "Was kann dir, Turnus, deine Schwester jetzt noch helfen? Oder was bleibt mir jetzt noch übrig, der ich so vieles ertragen habe? Durch welches Geschick soll ich dir das Leben retten? Kann ich mich einem solchen Ungeheuer entgegenstellen? Im nächsten Augenblick verlasse ich die Schlachtreihen. Erschreckt mich nicht, da ich mich bereits fürchte, ihr unheilvollen Vögel: Die Flügelschläge erkenne ich und den todkündenden Laut, und nicht führen mich die stolzen Befehle des hochherzigen Jupiter in die Irre. Gibt er dieses als Ersatz für die (verlorene) Jungfräulichkeit? Wozu hat er mir ewiges Leben gegeben? Warum ist mir das Todeslos genommen worden? Ich könnte jetzt gewiss meine so großen Schmerzen beenden und meinen armen Bruder durch das Schattenreich begleiten! Bin ich unsterblich? Oder wird irgendetwas von dem, was mein ist, ohne dich, Bruder, angenehm für mich sein? Welche genügend tiefe Stelle der Erde könnte sich mir öffnen und mich, obwohl ich eine Göttin bin, zu den Manen in die Tiefe hinabschicken?" Nachdem die Göttin so viel gesagt hatte, bedeckte sie ihren Kopf mit einem blaugrünen Umhang, unter vielen Klagen, und verbarg sich in ihrem tiefen Fluss. 
		</german>
		<latin>
			At procul ut Dirae stridorem agnouit et alas,<br/>
infelix crinis scindit Iuturna solutos<br/>
unguibus ora soror foedans et pectora pugnis:<br/>
'quid nunc te tua, Turne, potest germana iuuare?<br/>
aut quid iam durae superat mihi? qua tibi lucem<br/>
arte morer? talin possum me opponere monstro?<br/>
iam iam linquo acies. ne me terrete timentem,<br/>
obscenae uolucres: alarum uerbera nosco<br/>
letalemque sonum, nec fallunt iussa superba<br/>
magnanimi Iouis. haec pro uirginitate reponit?<br/>
quo uitam dedit aeternam? cur mortis adempta est<br/>
condicio? possem tantos finire dolores<br/>
nunc certe, et misero fratri comes ire per umbras!<br/>
immortalis ego? aut quicquam mihi dulce meorum<br/>
te sine, frater, erit? o quae satis ima dehiscat<br/>
terra mihi, Manisque deam demittat ad imos?'<br/>
tantum effata caput glauco contexit amictu<br/>
multa gemens et se fluuio dea condidit alto.
		</latin>
	</section>
	<section from="887" to="918">
		<german>
			Aeneas stürmte an und schwang einen gewaltigen, baumlangen Speer, und so sprach er aus wütender Brust: "Was säumst du jetzt noch immer? Und was sträubst du dich jetzt noch, Turnus? Nicht im Wettlauf, sondern mit schrecklichen Waffen gilt es im Nahkampf zu streiten. Wandle dich in jede Gestalt und nimm zusammen, was auch immer du aufgrund deines Mutes oder deiner Geschicklichkeit vermagst; versuche hoch zu den Sternen zu fliegen oder dich in der hohlen Erde zu verbergen, um dort eingeschlossen zu sein." Jener schüttelte seinen Kopf: "Nicht erschrecken mich deine hitzigen Worte, du Wüterich; die Götter erschrecken mich und Jupiter, mein Feind." Und ohne noch mehr zu sagen, sah er sich nach einem gewaltigen Stein um, einem alten, gewaltigen Stein, der zufällig auf dem Feld lag, um als Grenzmal den Streit um die Gefilde zu schlichten. Kaum hätten jenen zweimal sechs ausgesuchte Männer auf ihre Schultern nehmen können, Körper von Männern, wie sie jetzt die Erde hervorbringt; jener Held versuchte den mit hastiger Hand losgerissenen Stein gegen den Feind zu schleudern, sich höher aufrichtend und in schnellem Lauf. Aber er erkannte sich nicht wieder, weder wie er lief noch wie er einherschritt oder die Hände erhob und den riesigen Felsen bewegte; seine Knie wankten und sein Blut erstarrte vor kaltem Schauer zu Eis. Dann legte der Stein selbst, den der Mann nur mühsam durch den leeren Raum geworfen hatte, weder die ganze Entfernung zurück noch kam er ans Ziel. Und gleichwie im Traum, sobald sich träge Ruhe nachts auf die Augen gesenkt hat, wir vergeblich einen raschen Lauf zu unternehmen scheinen und inmitten unserer Bemühungen kraftlos niedersinken – die Zunge versagt, in unserem Körper reichen die gewohnten Kräfte nicht aus und weder Stimme noch Worte gehorchen: so verweigerte dem Turnus, wo auch immer er tapfer den Weg suchte, die grausige Göttin den Erfolg. Dann durchzogen verschiedene Gefühle seine Brust; die Rutuler betrachtete er und ihre Stadt, er zögerte aus Angst und fürchtete, dass der Tod drohte, weder wohin er sich retten noch mit welcher Kraft er dem Feind begegnen sollte, weder seinen Streitwagen sah er irgendwo noch seine Schwester, die seine Wagenlenkerin war.
		</german>
		<latin>
			eneas instat contra telumque coruscat<br/>
ingens arboreum, et saeuo sic pectore fatur:<br/>
'quae nunc deinde mora est? aut quid iam, Turne, retractas?<br/>
non cursu, saeuis certandum est comminus armis.<br/>
uerte omnis tete in facies et contrahe quidquid<br/>
siue animis siue arte uales; opta ardua pennis<br/>
astra sequi clausumque caua te condere terra.'<br/>
ille caput quassans: 'non me tua feruida terrent<br/>
dicta, ferox; di me terrent et Iuppiter hostis.'<br/>
nec plura effatus saxum circumspicit ingens,<br/>
saxum antiquum ingens, campo quod forte iacebat,<br/>
limes agro positus litem ut discerneret aruis.<br/>
uix illum lecti bis sex ceruice subirent,<br/>
qualia nunc hominum producit corpora tellus;<br/>
ille manu raptum trepida torquebat in hostem<br/>
altior insurgens et cursu concitus heros.<br/>
sed neque currentem se nec cognoscit euntem<br/>
tollentemue manu saxumue immane mouentem;<br/>
genua labant, gelidus concreuit frigore sanguis.<br/>
tum lapis ipse uiri uacuum per inane uolutus<br/>
nec spatium euasit totum neque pertulit ictum.<br/>
ac uelut in somnis, oculos ubi languida pressit<br/>
nocte quies, nequiquam auidos extendere cursus<br/>
uelle uidemur et in mediis conatibus aegri<br/>
succidimus; non lingua ualet, non corpore notae<br/>
sufficiunt uires nec uox aut uerba sequuntur:<br/>
sic Turno, quacumque uiam uirtute petiuit,<br/>
successum dea dira negat. tum pectore sensus<br/>
uertuntur uarii; Rutulos aspectat et urbem<br/>
cunctaturque metu letumque instare tremescit,<br/>
nec quo se eripiat, nec qua ui tendat in hostem,<br/>
nec currus usquam uidet aurigamue sororem.
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		<german>
			Gegen ihn, während er noch zögerte, schleuderte Aeneas den todbringenden Speer, erspähte mit den Augen eine günstige Stelle und schwang ihn von fern mit der ganzen Wucht seines Körpers. So dröhnen niemals von einem Mauergeschütz geschleuderte Felsen und auch der Donner rollt nicht so stark bei einem Blitz. Mit gleicher Macht wie ein düsterer Wirbelwind flog die Lanze dahin, entsetzliches Unheil bringend, sie durchbohrte den unteren Rand des Panzers und ganz außen das Rund des siebenfältigen Schildes: Sausend drang sie mitten durch den Oberschenkel. Getroffen sank der gewaltige Turnus mit gekrümmtem Knie zu Boden. Die Rutuler sprangen laut klagend auf, der ganze Berg hallte ringsum wider und die hohen Wälder gaben den Klageruf weithin zurück. Jener, demütig am Boden liegend, erhob seine Augen, streckte seine rechte Hand flehend aus und sagte: "Ich für meine Person habe es so verdient und bitte nicht um Gnade; nutze dein glückliches Los aus. Wenn dich irgendeine Fürsorge um einen bemitleidenswerten Vater rühren kann, so bitte ich dich (auch Anchises, dein Vater, war ein solcher für dich), erbarme dich des alten Daunus und gib mich oder, wenn du es lieber willst, meinen des Lebens beraubten Körper meinem Volk zurück. Du hast gesiegt und die Ausonier haben gesehen, dass ich besiegt die Hände ausstrecke; dir gehört Lavinia als Gattin, weiter treibe es nicht in deinem Hass." Kampfbereit stand Aeneas in seinen Waffen da und ließ die Augen schweifen, aber er hielt seine Rechte zurück; und schon mehr und mehr hatten Turnus' Worte begonnen, den Zögernden umzustimmen, als das unglückliche Wehrgehenk hoch an der Schulter ihm in die Augen fiel und der Gürtel des jugendlichen Pallas mit seinen wohlbekannten Buckeln erstrahlte, den, tödlich verwundet, Turnus zu Boden gestreckt hatte und dessen feindlichen Schmuck er um die Schultern trug. Nachdem jener gebannt auf die Beutestücke geblickt hatte, die ihn an seinen grausamen Schmerz erinnerten, sagte er wutentbrannt und in furchtbarem Zorn: "Du, mit dem Raub an den Meinen geschmückt, solltest mir hier entrinnen? Pallas weiht dich durch diese Verwundung dem Tode und nimmt Rache an deinem durch Frevel befleckten Blut." Dieses sagend stieß er sein Schwert wütend tief in die ihm zugekehrte Brust. Aber dessen Glieder streckten sich im Todesschauer, und seine Seele entfloh mit Seufzen unwillig hinab zu den Schatten.
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		<latin>
			Cunctanti telum Aeneas fatale coruscat,<br/>
sortitus fortunam oculis, et corpore toto<br/>
eminus intorquet. murali concita numquam<br/>
tormento sic saxa fremunt nec fulmine tanti<br/>
dissultant crepitus. uolat atri turbinis instar<br/>
exitium dirum hasta ferens orasque recludit<br/>
loricae et clipei extremos septemplicis orbis;<br/>
per medium stridens transit femur. incidit ictus<br/>
ingens ad terram duplicato poplite Turnus.<br/>
consurgunt gemitu Rutuli totusque remugit<br/>
mons circum et uocem late nemora alta remittunt.<br/>
ille humilis supplex oculos dextramque precantem<br/>
protendens 'equidem merui nec deprecor' inquit;<br/>
'utere sorte tua. miseri te si qua parentis<br/>
tangere cura potest, oro (fuit et tibi talis<br/>
Anchises genitor) Dauni miserere senectae<br/>
et me, seu corpus spoliatum lumine mauis,<br/>
redde meis. uicisti et uictum tendere palmas<br/>
Ausonii uidere; tua est Lauinia coniunx,<br/>
ulterius ne tende odiis.' stetit acer in armis<br/>
Aeneas uoluens oculos dextramque repressit;<br/>
et iam iamque magis cunctantem flectere sermo<br/>
coeperat, infelix umero cum apparuit alto<br/>
balteus et notis fulserunt cingula bullis<br/>
Pallantis pueri, uictum quem uulnere Turnus<br/>
strauerat atque umeris inimicum insigne gerebat.<br/>
ille, oculis postquam saeui monimenta doloris<br/>
exuuiasque hausit, furiis accensus et ira<br/>
terribilis: 'tune hinc spoliis indute meorum<br/>
eripiare mihi? Pallas te hoc uulnere, Pallas<br/>
immolat et poenam scelerato ex sanguine sumit.'<br/>
hoc dicens ferrum aduerso sub pectore condit<br/>
feruidus; ast illi soluuntur frigore membra<br/>
uitaque cum gemitu fugit indignata sub umbras.
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